Heimweh umgehen

Reiselust wecken!

  • Mit Ihrem Kind über das Sola sprechen. Denn Informationen über das Reiseziel helfen mögliche Ängste abzubauen.
  • Zusammen die benötigten Utensilien organisieren (Taschenlampe, Schlafsack,…)
  • Ihr Kind beim Kofferpacken mitdenken und mithelfen lassen. Was möchte Ihr Kind unbedingt dabei haben? (Lieblingsbettwäsche, Lieblingsbuch,…?)

 

Dem Kind Mut machen!

  • Geben Sie ihrem Kind ein gutes Gefühl anstelle von einem schlechten Gewissen mit auf die Reise. Vermeiden Sie Ihrem Kind zu vermitteln, dass Sie es von zu Hause aus vermissen werden.
  • Wünschen Sie ihrem Kind viel Spaß.
  • Sagen Sie ihrem Kind, dass sie sich über Post freuen. Und dass Sie von den tollen Erlebnissen unbedingt erfahren möchten.

 

Entspannt verabschieden!

  • Den Abschied am Bus möglichst positiv halten. Nehmen Sie Ihr Kind noch einmal in den Arm und lassen Sie es zufrieden zur Gruppe gehen.

 

Mit den Worten „Wenn es dir nicht gut geht, hole ich dich ab!“ behutsam umgehen.

  • Viele Eltern geben diese Worte Ihren Kindern lieb gemeint mit auf den Weg. Jedoch hindert es Kinder häufig andere Auswege aus schwierigen Situationen zu finden, sie sehen dann schnell nur noch den Weg nach Hause.  (Ein Beispiel: Nach einem Streit mit einem anderen Kind, muss der Weg nach Hause nicht die einzige Lösung sein, aus Erfahrung hilft auch ein gemeinsames Gespräch.)
  • Dennoch ist es natürlich wichtig, dass sie Ihrem Kind das Gefühl geben, dass Sie immer da sind, auch wenn es im Ferienlager ist.

 

Üben!

  • Lassen Sie ihr Kind vor dem Lager bei einem Freund oder bei Oma und Opa übernachten. So kann es sich daran gewöhnen, einmal in einem anderen Bett zu schlafen und daran, dass Mama und Papa nicht jeden Abend diejenigen sind die gute Nacht sagen.

 

Fotos, Kuscheltier  oder Kuschelkissen mitgeben!

  • Ein Foto von Ihnen oder vom geliebten Haustier kann helfen wieder ein kleines Schmunzeln in das Gesicht Ihres Kindes zu zaubern. Auch das gewohnte Kuscheltier oder Kuschelkissen hilft gut beim Einschlafen.

 

Erlebnisse und Gefühle aufschreiben!

  • Abends im Bett oder auch am Tag in einer freien Minute, kommen die Heimwehgedanken auf. Es hilft diese Gedanken in einem Brief an zu Hause oder in einem persönlichen Tagebuch aufzuschreiben.
  • Vermeiden Sie Ihr Kind anzurufen, denn Ihre Stimme verstärkt in den meisten Fällen das Heimweh.

 

Wenn alle Stricke reißen! Abholen ohne Vorwürfe!

  • Jedes Kind darf Heimweh haben. Vielleicht erhalten Sie in den ersten Tagen einen traurigen Brief von Ihrem Kind, sodass Sie es am liebsten sofort abholen möchten. Verlieren Sie bitte dabei nicht das Vertrauen in uns. Sondern teilen Sie uns Ihre Bedenken mit, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Vielleicht ist es in Wirklichkeit gar nicht so schlimm oder schon längst wieder vergessen.
  • Wenn es zu schlimm wird und nichts mehr helfen will, melden wir uns natürlich bei Ihnen.
  • Sollte die gemeinsame Entscheidung getroffen worden sein und Sie auf dem Weg sein Ihr Kind doch abzuholen, dann drehen Sie die ganze Situation positiv. Sagen Sie ihrem Kind, dass es schon ganz mutig gewesen ist und dass es beim nächsten Mal, wenn es älter ist, besser klappen wird.